Clarke's kleiner Weinführer 2004
 
 
 
 Clarke's kleiner Weinführer 2004
 
 
 
NLP  

Im Schnellkurs zum Weinkenner

  
Wollen Sie beim nächsten Besuch im Lokal, beim Geschäftsessen oder bei einer passenden Gelegenheit Ihre Freunde mit Ihrem Wissen um den deutschen Wein überraschen? Die nachstehenden Informationen helfen Ihnen dabei.

Weinanbaugebiete

Es gibt in Deutschland 13 Weinanbaugebiete, in alphabetischer Reihenfolge: Ahr, Baden, Franken, Hessische Bergstraße, Mittelrhein, Mosel-Saar-Ruwer, Nahe, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen, Saale-Unstrut, Sachsen und Württemberg. Das jeweilige Gebiet ist obligatorisch auf dem Etikett angegeben.

Qualitätsstufen

Deutsche Weine werden in vier Qualitätsstufen unterteilt: Tafelwein, Landwein, Qualitätswein bestimmer Anbaugebiete (QbA) und Qualitätswein mit Prädikat.

Tafelweine: einfache Trinkweine, ohne große Bedeutung.

Landwein: Muss aus einem Anbaugebiet stammen, zum Beispiel "Pfälzer Landwein", und ist im Geschmack stets trocken oder halbtrocken. Eine Rebsortenangabe ist möglich.

Qualitätswein: In jedem der 13 Anbaugebiete sind unterschiedliche Anforderungen gegeben. So sind die Rebsorten vorgeschrieben, die als Qualitätswein aus diesem Anbaugebiet angeboten werden dürfen. Ebenso ist der natürliche Alkoholgehalt festgelegt, den ein Wein einer bestimmten Qualitätsstufe haben darf. Der überwiegende Anteil deutscher Weine sind QbA-Weine. Jeder geprüfte Qualitätswein erhält eine amtliche Prüfnummer (A.P.Nr.), die auf dem Etikett angegeben ist; dann darf er vermarktet werden.

Qualitätswein mit Prädikat: Für diese gelten höhere Anforderungen hinsichtlich des Ausgangsmostgewichtes. Es gibt sechs verschiedene Prädikate mit unterschiedlichen Mindestmostgewichten je nach Rebsorte und Anbaugebiet.
Die Prädikate sind:
Kabinett: feine, leichte Weine mit möglichst geringerem Alkoholgehalt.
Spätlese: reife, elegante Weine, die in einer späten Lese geernet worden sind.
Auslese: edle Weine aus vollreifen Trauben, unreife Trauben werden aussortiert.
Beerenauslese: gehaltvolle, aromatische Weine aus überreifen Trauben gewonnen und daher zusätzlich von den Aromen des Edelfäulepilzes geprägt.
Trockenbeerenauslese: aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren, süß und honigartig im Geschmack.
Eiswein: aus Trauben, die im gefrorenen Zustand bei mindestens sieben Grad minus gelesen und gefroren gekeltert wurden. Das Wasser bleibt dabei in Eisform zurück, nur konzentrierter Extrakt und Süße werden aus den Trauben gepresst.
Neben den geseztlichen Qualitätsstufen etablieren sich auch neue Typenbezeichnungen, die für einen bestimmten Geschmackstyp stehen sollen, zum Beispiel "Selection" (trocken ausgebaute Spitzenweine aus gebietstypischen Rebsorten) und "Classic" (Weine aus gebietstypischen Rebsorten von gehobener Qualität, im Geschmack zwischen trocken und halbtrocken).

Rebsorten

Sie prägen durch ihre sorteneigenen Aromen in erster Linie den Geschmack eines Weines. Die meisterverbreiteten weißen Rebsorten sind Riesling, Müller-Thurgau, Silvaner, Grauer und Weißer Burgunder, Kerner, Scheurebe. Modesorten sind z.B. Chardonnay oder Sauvignon Blanc. Als regionale Spezialitäten gelten Elbling (Obere Mosel) und Gutedel (Markgräflerland).
Die wichtigsten Rotweinsorten sind Blauer Spätburgunder, Blauer Portugieser, Dornfelder sowie regionale Spezialitäten wie Blauer Frühburgunder, Trollinger, Lemberger, Schwarzriesling, St. Laurent. Modesorten sind Merlot und Cabernet Sauvignon.

Das Etikett

Pflichtangaben sind der Name des jeweiligen Anbaugebietes (z.B. Pfalz), der vorhandene Alkohol in Volumenprozent (1% vol. entspricht etwa 8 g/l Alkohol), die Qualitätsstufe (z.B. Qualitätswein), der Flascheninhalt (z.B. 0,75 l), der Abfüller oder Erzeuger bzw. Gutsabfüllung. Der Jahrgang, Ort und Weinbergslage oder Rebsorte(n) sind angabepflichtig. Bei QbA-Weinen muss die amtliche Prüfnummer auf dem Etikett stehen; jede Abfüllung trägt ihre eigene A.P.Nr. Es ist erlaubt, verschiedene Rebsorten zu mischen (als Cuvée), was durchaus einen besseren, harmonischereren Wein ergeben kann.

Geschmacksangabe (fakulativ)

Trocken: Restzuckergehalt höchstens 9 g/l, wobei der Gesamtsäuregehalt (ausgedrückt in g/l Weinsäure) um nicht mehr als 2 g/l unter dem Restzucker liegen darf (Formel: Säure + 2 bis zur Höchstgrenze von 9 g/l). Je höher der Säuregehalt eines Weines ist, umso weniger tritt der vorhandene Zucker als Süße hervor.
Halbtrocken: Formel: Säure + 10 bis zur Höchstgrenze von 18 g/l.
Lieblich: Restzucker bis max. 45 g/l.
Feinherb: keine festen Grenzen, in der Regel im Halbtrockenbereich.










 


 
 
trockene Rotweine
milde/liebliche Rotweine
Weißwein
Rosé
Trocken
Halbtrocken
Lieblich
 
CHÂTEAU PONTET LAROCHE, AOC,
PROSECCO CONEGLIANO-VALDOBBIADENE DOC Vino Frizzante Lagaccio
Bardolino Classico DOC
DORNFELDER Rotwein QbA, trocken
MERLOT Jean d`Aosque Vin de Pays d`OC
PINOT GRIGIO delle Venezie IGT
MONTEPULCIANO D'ABRUZZO DOC,
MONTEPULCIANO D`ABRUZZO DOC, Villa Cervia
RIOJA CRIANZA D.O.
PROSECCO DI VALDOBBIADENE DOC
VINO FRIZZANTE
 
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barrique gereifte Weine