|
|
| Weinführer |
| Clarke's kleiner Weinführer 2004 |  |
|
|
|
|
| Weinführer |
| Clarke's kleiner Weinführer 2004 |  |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Mit diesen 8 Tipps werden Sie zum Rotweinkenner |
|
|
|
|
| | | | |
Lassen Sie sich bei Tisch von angeblichen Weinkennern nicht einschüchtern. Weinkenner, die behaupten, dass sie Rebsorte, Jahrgang, Lage und Weingut am Geschmack erkennen, flunkern. Mehr als die Rebsorte und Anbauregion kann man in der Regel nicht herausschmecken. Damit Sie bei Tisch mitreden können, ist es wichtig, dass Sie Zeremonien und Begriffe kennen bzw. wissen, wie Sie einen Rotwein trinken.
Tipp 1: Fassen Sie Weingläser immer am Stiel an. Nichts ist peinlicher, als wenn Sie mit Ihren Fingern hässliche Flecken auf dem Kelch hinterlassen. Zudem wird durch die Wärme der Hand die Trinktemperatur beeinflusst. Außerdem gibt es, wenn Sie das Glas nicht am Stiel anfassen, beim Anstoßen einen dumpfen Ton – und das wäre schade.
Tipp 2: Achten Sie auf das richtige Glas. Der beste Wein kann sich nur dann voll entfalten, wenn er den entsprechenden Raum bekommt. Schwere und volle Rotweine, dazu gehören beispielsweise Spätburgunder und Dornfelder, entwickeln sich am besten in dickbauchigen, leicht voluminösen Gläsern. Um das Bouquet des Weines voll auskosten zu können, sollten Sie das Glas höchstens bis zu einem Drittel füllen. Besonders geeignet sind Gläser, die nach oben hin zulaufen. Ein sich verjüngender Kelch führt Ihrer Nase die Duftstoffe optimal zu.
Tipp 3: Nehmen Sie sich Zeit beim Trinken und behalten Sie den Wein eine Weile im Mund. Schließlich kommt das Aroma vom Duft im Rachen, und da muß er sich entfalten Auf der Zunge können Sie das Aroma des Weines nicht wahrnehmen.
Tipp 4: Achten Sie auf die richtige Trinktemperatur. Rotweine trinken Sie immer wärmer als Rosé- oder Weißweine, damit sich die Aromen entwickeln können. Üblich sind heute etwa 14 bis 16°C, da sich der Wein beim Eingießen relativ schnell erwärmt. Je mehr Gerbstoff ein Rotwein enthält, desto „wärmer“ sollten Sie ihn servieren. Denn beim Rotwein ist es so ähnlich wie mit dem Kaffee – kalt ist er ungenießbar, da dann die Gerb- und Bitterstoffe zum tragen kommen. Je weniger Gerbstoffe ein Rotwein, beispielsweise ein guter Beaujolais oder auch ein Valpolicella, desto eher dürfen Sie ihn etwas kühler servieren.
Tipp 5: Wein braucht Sauerstoff. Bei einem höherwertigen Rotwein ist es vorteilhaft, wenn Sie ihn vor dem Genuss längere Zeit offen stehen lassen, damit er mit dem Luftsauerstoff in Berührung kommt. In der Regel sind zwei bis drei Stunden völlig ausreichend. Doch Vorsicht: Sehr alte Weine sind empfindlich und sollten erst kurz vor dem Trinken geöffnet werden. Denn durch den zugeführten Sauerstoff könnten sie schnell zerfallen.
Tipp 6: Zum Essen gehört immer ein trockener Wein. Sollten Sie in die Lage kommen, den Wein ordern zu müssen, bestellen Sie nie einen „halbtrockenen“. Zum Essen trinken Sie grundsätzlich trockenen Wein, zum Dessert alle anderen. Bestellen Sie nie offenen Wein, sondern immer eine ganze Flasche. Damit umschiffen Sie das Risiko, dass man Ihnen einen schlechten, Kopfschmerz verursachenden Rotwein als leckeren Rioja verkauft.
Tipp 7: Vorsicht Korken! Wenn Sie die Flasche nicht gesehen haben, beschweren Sie sich nicht über den korkigen Geschmack, der Wein könnte aus einem Schlauch abgefüllt sein. Nichts ist peinlicher, als wenn der Kellner Sie als Besserwisser korrigiert.
Tipp 8: Probieren Sie den Wein, bevor Sie ihn kaufen. Sprechen Sie beim Rotwein nie vom Geschmack, sondern vom Bouquet oder von den Aromen. Probieren Sie den Wein, bevor Sie ihn kaufen. Ein hoher Preis ist keine Garantie für eine gute Qualität.
Zum Schluss noch ein Hinweis, der Ihren Weingenuss sicher noch erhöht. Wissenschaftliche Studien zufolge ist ein Glas Rotwein am Tag ein idealer Bestandteil einer gesunden Ernährung. Er beeinflusst vor allem die Blutfließ- und Gerinnungseigenschaften und somit den Abbau des unguten LDL-Colesterins. Rotwein wirkt durchblutungsfördernd und stärkt Herz und Kreislauf. Natürlich ist Rotwein keine Medizin, sondern ein Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente wie Kalium, Magnesium, Eisen und Kupfer entfalten ihre positive Wirkung, wenn es bei einem Gläschen bleibt. Polyphenole, sekundäre Pflanzenstoffe, die schon den Rebstock vor Krankheiten schützen, tragen ihren Teil dazu bei. Das Besondere am Wein ist die Summe seiner gesundheitsfördernden Stoffe.
Weinwissen im Internet: www.wein.de; www.wein-plus.de
Hier werden Sie zum Weinkenner
Volkshochschule:
Sicher bietet auch Ihre Volkshochschule vor Ort ein Weinseminar,
ggf. mit Degustation an. Rechnen Sie mit einer Teilnahmegebühr
ab 30 €. Sie sollten sich rechtzeitig anmelden, da die meisten
Kurse eine begrenzte Teilnehmerzahl haben und meist schnell
ausgebucht sind.
Weinprobe :
a) Auf einem Weingut; Nachteil: Sie lernen meist nur die Weine dieses
einen Weinguts kennen
b) Bei einem persönlich bekannten Weinkenner mit gut sortiertem Keller.
Sicher die angenehmste Art, dieses Metier zu erschließen.
Weinhändler:
Viele Weinhändler bieten Weine zum Degustieren an oder veranstalten
sortimentsspezifische Weinproben gegen einen geringen Kostenbeitrag.
Weinseminare:
Anerkannte und beliebte Weinseminare veranstaltet die Viniversität
(Die Weinschule GmbH, Haus Meer 2, 40667 Meerbusch,
Tel. 0 21 32-75 68 0, www.viniversitaet.de). Sie findet regelmäßig
in 12 Städten statt, dauert mindestens drei Stunden und kostet
ab 69 €.
Es gibt drei Einsteigerseminare: “Weinbasics“, „Weine erkennen“ und
„Weine beurteilen“.
| |
|
|
 |
|